Pavel Feinstein
Der Künstler Pavel Feinstein ist 1960 in Moskau geboren; seit 1980 lebt und arbeitet er in Berlin. Nach der Einzelausstellung im Jüdischen Museum in Berlin im Jahre 2002 erwartet Sie nun eine zweite umfangreiche Ausstellung des bedeutenden zeitgenössischen Künstlers Pavel Feinstein mit ca. 40 aktuellen Ölbildern.
Pavel Feinstein hat sich in seiner Malerei der Figuration verschrieben. Dabei nimmt er eine bewusste Außenseiterposition ein, mit der er sich nicht nur im Gegensatz zur herrschenden Kunstszene setzt, sondern zur Moderne schlechthin. Feinstein weiß von den Neuerungen, den ästhetischen Verzweigungen und Extrempositionen der Kunst im 20. Jahrhundert. Sie inspirierten ihn, gaben Denkanstöße, doch haben sie ihn weder an der Gültigkeit der Ölmalerei noch an der realen Gegenstandswelt als Vorlage für seine Bildkompositionen zweifeln lassen. Lange Jahre besaß die Malerei von Paul Cézanne für Feinstein einen prägenden Einfluss. Doch seit Beginn der neunziger Jahre fand er zu einer eher akademischen, das heißt an festen Regeln orientierten abbildhaften Malweise, deren Wurzeln in der Hochzeit der klassischen neuzeitlichen Malerei liegen.
Im Zentrum von Feinsteins Werk stehen Stilleben. Ihre Gewichtigkeit wird durch große Formate betont. Hinzu kommt das szenische Figurenbild, in dem sich der Maler zu seinen jüdischen Wurzeln bekennt. Der Entstehungsort beider ist das Atelier des Künstlers. Vorzeichnungen oder Skizzen bedarf es keiner. Die intuitive, vom Akt des Malens selbst bestimmte Arbeit mit Farbe und Pinsel lässt die Bildwelten auf der Leinwand Form annehmen. Menschen und Gegenstände, die Feinstein als Modell vor Augen stehen oder erinnert werden, bilden gleichsam die Felsen im Strom der freien Phantasie, geben ihm Richtung, Intensität und metaphorische Gestalt. Denn alles Gegenständliche weist über sich hinaus, jedes Bild enthält viele Sinnebenen.
1960 ◦ geboren in Moskau
1980-85 ◦ Studium an der HdK, Berlin
Einzelausstellungen (Auswahl)
1986 ◦ GalerieTaube, Berlin
1987 ◦ GalerieTaube, Berlin
1989 ◦ GalerieTaube, Berlin
1991 ◦ Staedtische Galerie im Park, Viersen
1992 ◦ Galerie Fuchs, Duesseldorf
Galerie Fischer, Bonn
1993 ◦ Schering Kunstverein, Berlin
Colloqium Galerie, Berlin
1995 ◦ Galerie am Chamissoplatz, Berlin
1996 ◦ Juedische Galerie, Berlin
Galerie am Chamissoplatz, Berlin
1997 ◦ Willy-Brandt-Haus, Berlin
The Ronald S. Lauder Foundation, Berlin
1998 ◦ Galerie Apex, Goettingen
2000 ◦ Galerie Taube, Berlin
2001 ◦ Holzhausenschloesschen, Frankfurt/Main
Galerie Taube, Berlin
Werkstattgalerie Noack, Berlin (im Kant Dreieck)
2002 ◦ Juedisches Museum Berlin
2003 ◦ Felix-Nussbaum-Museum, Osnabrueck
Galerie KK, Essen
2004 ◦ Moses-Mendelssohn-Akademie, Halberstadt
2005 ◦ Galerie KK, Essen
Studio im Hochhaus, Berlin
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Foto © 2008 by Josef Fischnaller
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