Die Stille ist eines der eigentümlichsten Charakteristika der Gemälde von Feodora Hohenlohe. Die Vereinzelung des Objektes bedingt eine Steigerung der Kostbarkeit des Dinges an sich, aber auch seine Verfremdung, die in Bedrohlichkeit münden kann und zum Auslöser von Assoziationsketten wird. Sichtbar gemacht werden Sinnschichten, die hinter der Objektwelt illusionistischer Gegenständlichkeit liegen: die Künstlerin malt von außen nach innen. Dem Begriff „Stillleben“ wird hier seine eigentliche Bedeutung zurückgegeben – das Leben der Stille gezeigt.